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Geschichte

Aus der Pfarrgeschichte

Schon das Reichsurbar von Churrätien aus dem Jahr 850 vermerkt eine Kirche in Thüringen, das in früherer Zeit mit Bludesch eine Doppelpfarre bildete, deren Pfarrer hier im Ort residierte und bis ins Große Walsertal hinein zu wirken hatte, ehe sich die dortigen Exposituren allmählich emanzipierten.

Thüringen war durch Jahrhunderte hindurch Hauptort der „Freien Reichsherrschaft Blumenegg“, die bis 1806 ein Gliedstaat des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ war. Ab 1614 gehörte die Herrschaft Blumenegg zum Kloster Weingarten: der in Bregenz geborene Abt Georg Wegelin hatte sie als (vermeintlich sichere) Zufluchtstätte von den bankrotten Grafen von Sulz abgekauft.

1802 fiel das Kloster Weingarten mitsamt seinem Herrschaftsgebiet an den Fürsten Wilhelm I. von Oranien-Nassau – einen direkten Vorfahren der heutigen niederländischen Königin – , der die Vorarlberger Besitzungen 1804 an Österreich abtrat.

In den letzten hundert Jahren hatte die Pfarre St. Stephan folgende Pfarrer:
1899-1924 Friedrich Sausgruber aus Feldkirch
1924-1929 Jakob Butzerin aus Brand
1929-1934 Josef Beck aus Triesenberg/FL
1934-1968 Franz Bertschler
1968-1971 Eugen Giselbrecht
1971-1975 Ferdinand Hiller
1975-1995 Valentin Thöny
1995-2003 Ndubisi Innocent Udeafor
2003-2008 Eugen Giselbrecht
Seit 2008 Mihai Horvat

Seit 2003, dem Weggang von Pfarrer Udeafor, hat Thüringen keinen eigenen Pfarrer mehr, sondern bildet mit Bludesch und Ludesch einen Pfarrverband.
Da Pfarrer Mihai Horvat in Ludesch wohnt, wurde von der Diözese Diakon Manfred Sutter als Pfarrassistent für Thüringen eingesetzt. Er wohnt mit seiner Familie im Pfarrhaus. Seit November 2010 versieht "Pfarrer in Ruhe" Stefan Amann die priesterlichen Dienste in unserer Pfarre. Er wohnt in Schnifis.