Kirchen & Kapellen

Pfarrkirche St. Stephan

Auf einer kleinen Terrasse über dem Dorf steht die Pfarrkirche St. Stephan; es handelt sich um das dritte Gotteshaus, das an diesem Ort errichtet wurde: unter dem Weingartner Abt Sebastian Hyller wurde die Thüringer Pfarrkirche St. Stephan zwischen 1712 und 1714 von Grund auf neu gebaut, geschmackvoll eingerichtet und am 13. Juli 1721 der Heiligsten Dreifaltigkeit, der Gottesmutter Maria und dem heiligen Diakon und Erzmärtyrer Stephanus – letzterem als Hauptpatron – geweiht.

Das Kirchengebäude wird durch fünf als Gurtbogen ausgeführte Joche unterteilt, der Turm stammt noch vom Vorgängerbau; die Kirche ist stilmäßig der „Wessobrunner Schule“ zuzuordnen; ihr Schöpfer ist nicht bekannt, doch es könnte sich um Josef Schmuzer handeln, dem auch die Klosterkirche Ettal zugeschrieben wird. Die künstlerische Ausgestaltung des Kircheninneren samt Altären und Kanzel stammt von Franz Schmuzer. Der prächtige Orgelprospekt stammt aus dem Jahr 1773, in den 1801 der berühmte elsässische Orgelbauer Joseph Bergöntzle ein Orgelwerk einfügte, dessen Pfeifen den Großteil des heutigen Instruments darstellen.

Den frühbarocken Hochaltar Das Kirchengebäude wird durch fünf als Gurtbogen ausgeführte Joche unterteilt, der Turm stammt noch vom Vorgängerbau; die Kirche ist stilmäßig der „Wessobrunner Schule“ zuzuordnen; ihr Schöpfer ist nicht bekannt, doch es könnte sich um Josef Schmuzer handeln, dem auch die Klosterkirche Ettal zugeschrieben wird. Die künstlerische Ausgestaltung des Kircheninneren samt Altären und Kanzel stammt von Franz Schmuzer. Der prächtige Orgelprospekt stammt aus dem Jahr 1773, in den 1801 der berühmte elsässische Orgelbauer Joseph Birgöntzle ein Orgelwerk einfügte, dessen Pfeifen den Großteil des heutigen Instruments darstellen.
Zieren eine Steinigung des heiligen Stephanus – eine der hervorragendsten Arbeiten des akademischen Malers Joseph Bucher – und ein Rundbild mit der Darstellung der Heilig-Blut-Reliquie von Weingarten, flankiert von Figuren der hl. Barbara und der hl. Katharina; im Presbyterium finden sich weiteres frühbarocke Plastiken des hl. Josef, des hl. Antonius von Padua und der hl. Maria Magdalena und eine gotische Darstellung des hl. Sebastian. Ein Postament der Südwand beherbergt eine spätgotische Pieta.
Die Altarblätter der Seitenaltäre – rechts der hl. Andreas, links der Evangelist Johannes – stammen von Anton Jehly aus Bludenz, dessen Künstlerfamilie auch die Deckenfresken und die Docken der Kirchenbänke schuf.
Die letzte Renovierung konnte im Jahr 1997 beendet werden.

 

 

Die hl. Mutter Anna, deren kleines Heiligtum früher Gegenstand einer Wallfahrt war, bevölkert „ihr“ Kirchlein gut ein halbes dutzend Mal, auf dem rechten Seitenaltar in Gestalt einer gotischen Anna-Selbdritt-Darstellung.

1989 wurde neben der St. Anna ein parkähnlicher Friedhof angelegt; zwischen 1990 und 1993 wurde die jüngste Renovierung des Kirchleins durchgeführt. Das St.-Anna-Fest wird noch heute an einem Sonntag um den 26. Juli feierlich begangen.

 

 

 

 

Lourdeskapelle

1895 wurde nordöstlich des Turmes der Pfarrkirche anstelle des alten Beinhauses im Gedenken an die Marienerscheinungen von Lourdes eine kleine Kapelle errichtet, die dann unter Pfarrer Sausgruber an der Nordostecke des Friedhofs von Maurermeister Martin Türtscher neu erbaut wurde. Seit nun bereits mehr als drei Jahrzehnten dient sie der Aufbahrung unserer Verstorbenen.

 

 


 

Pfarrkirche St. Stephanus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wallfahrtskirche St. Anna

Die heutige St. Anna-Kirche wurde von Meister Caspar Schop gebaut, am 26. Juli 1509 vom Churer Weihbischof Stephanus konsekriert und im 17. oder 18. Jahrhundert den neuen, aktuellen Kunstvorstellungen angepasst. Schops Werk muss einen Vorgängerbau gehabt haben, dem es den größeren Teil des Turmes verdankt.
Inzwischen mitten ins Wohngebiet hineingewachsen, lag die Kirche noch vor weniger als hundert Jahren klar außerhalb des Dorfes („in der Au drunten“), eine alte Urkunde spricht von der St. Anna bei der Lutz, die vielleicht als Votivkirche wegen der Hochwassergefahren von Lutz und Ill an diesem Ort errichtet wurde.
Um die Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die drei hölzernen Altäre in spätem Renaissancestil errichtet; das Hochaltarbild stammt vom berühmten Genuesen Giulio Benso und wird von Darstellungen der 15 Rosenkranzgeheimnisse umrankt, die an die inzwischen entschlafene, aus dem 17. Jahrhundert stammende Rosenkranzbruderschaft an der St. Anna erinnern.

 


Hubertuskapelle

Die Kapelle, die dem Schutzpatron der Jäger geweiht ist, wurde im Jahr 1979 von den fünf Mitgliedern der damaligen Jagdgesellschaft Thüringen und vielen Helfern in 700 freiwilligen Arbeitsstunden auf Quadern errichtet. Am letzten Sonntag im September findet hier die jährliche „Hubertusmesse“ statt, an die sich jeweils ein kleines Wiesenfest anschließt.